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Michael Saylors STRC-Aktie stürzt nach ChatGPT-Design um 13% ab: Bitcoin-Strategie in Gefahr

Michael Saylor nutzt KI zur Entwicklung einer einzigartigen Finanzstrategie, doch der Wert von STRC fällt deutlich unter das geplante Niveau und könnte ihn zwingen, seine Bitcoin-Bestände zu verkaufen. Bitcoin-Volatilität beeinflusst das Investment stark, während Konkurrenzprodukte mit stabileren Bedingungen Investoren anziehen.

Die Aktie STRC, ein variabel verzinstes „Stretch“ Preferred der Firma Strategy, hat kürzlich einen historischen Tiefstand erreicht und notiert derzeit bei etwa 87 US-Dollar. Dies bedeutet einen Rückgang von etwa 13 % unter den angestrebten Wert von 100 US-Dollar. Das Instrument, das von Michael Saylor unter Mitwirkung eines Chatbots entwickelt wurde, war ursprünglich darauf ausgelegt, stabil bei 100 US-Dollar zu bleiben. Saylor, bekannt für seine Vorliebe für innovative Ansätze, hat den Prozess der Entwicklung von STRC als einen, der die traditionellen Methoden von Bankern und Anwälten umgeht, beschrieben.

Die Funktionsweise von STRC ist relativ einfach: Wenn der Kurs bei oder über 100 US-Dollar liegt, verkauft Strategy neue Aktien und investiert den Erlös in Bitcoin. Sinkt der Kurs darunter, hören die Emissionen auf und die Kaufaktivitäten trocknen aus. Diese Situation hat nun zu einem Engpass geführt, den Jeff Dorman von Arca bereits letzten Monat als problematisch beschrieben hat. Laut Dorman stellt die 1,7 Milliarden Dollar schwere Dividendenverpflichtung von Strategy ein erhebliches Hindernis dar, das Saylor in eine prekäre Lage bringt.

Die aktuelle Schwäche des Bitcoin-Preises verstärkt die Probleme von STRC und auch der Aktien von Strategy. CEO Phong Le erklärte während einer Telefonkonferenz, dass es bei einem mNAV unter 1,22x für das Unternehmen wirtschaftlicher sei, Bitcoin zu verkaufen und Dividenden zu zahlen, anstatt weiteres Eigenkapital aufzubringen. Diese Dynamik könnte Saylor, der als großer Bitcoin-Befürworter und „Never-Sell“-Evangelist bekannt ist, dazu zwingen, seine Bitcoin-Bestände abzustoßen, um die Dividendenverpflichtungen zu erfüllen.

In der Zwischenzeit zieht der STRC-Konkurrent SATA, ein Produkt von Strive, durch höhere Renditen, täglich ausgeschüttete Dividenden und Schuldenfreiheit die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. Das Handelsvolumen von SATA ist nach der Einführung der täglichen Dividenden um 215 % auf etwa 53 Millionen US-Dollar gestiegen, während STRC an Boden verloren hat.

Thomas Perfumo, Chefökonom bei Kraken, schätzt, dass etwa 86 % der Schwankungen in der Renditespanne von STRC mit dem Bitcoin-Preis korrelieren. Ein als stabil beworbenes Wertpapier entwickelt sich damit eher wie eine gehebelte Wette auf Bitcoin, anstatt den angestrebten stabilen Wert von 100 US-Dollar zu halten.

Die Zukunft von STRC bleibt ungewiss, besonders angesichts der Vorhersagen auf der Handelsplattform Polymarket, wo Händler eine 73-prozentige Wahrscheinlichkeit sehen, dass Bitcoin in diesem Jahr auf 55.000 US-Dollar sinken könnte, eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit für 40.000 US-Dollar und nur eine 17-prozentige Chance, dass es wieder auf 100.000 US-Dollar steigt.

Der Marktbeobachter Peter Schiff, ein prominenter Kritiker von Bitcoin, hat STRC als „offensichtlichstes Ponzi-Schema“ bezeichnet und spekuliert, dass Saylor, wenn er zwischen der Aussetzung von Dividenden und dem Verkauf von Bitcoin wählen müsste, sich für Ersteres entscheiden würde, um den Bitcoin-Kurs nicht zu gefährden.

Die Entwicklungen um STRC und deren Auswirkungen auf den Bitcoin-Markt werden weiterhin genau beobachtet, da sie potenziell weitreichende Konsequenzen für die Strategie und die finanzielle Stabilität von Strategy haben könnten. Die Anleger sind gespannt, ob Saylor und sein Team einen Weg finden werden, den Kurs zu stabilisieren und gleichzeitig die Dividendenverpflichtungen ohne den Verkauf von Bitcoin zu erfüllen.