OpenAI hat kürzlich einen umfassenden Bericht veröffentlicht, der Aufschluss darüber gibt, wer den beliebten Chatbot ChatGPT nutzt und zu welchen Zwecken. Die Ergebnisse liefern neue Einblicke in das Nutzungsverhalten der verschiedenen Anwendergruppen und zeigen, dass die meisten Interaktionen mit ChatGPT nicht arbeitsbezogen sind. Im Juni 2025 waren 73 Prozent der ChatGPT-Nachrichten nicht arbeitsrelevant, was einen Anstieg von 53 Prozent im Vorjahr darstellt.
Jüngere Menschen bilden nach wie vor den Kern der ChatGPT-Nutzer. Sie sind für 46 Prozent der Nachrichten in OpenAIs Datensatz verantwortlich. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen vor allem Recherche und Beratung, weniger jedoch die Erledigung konkreter Aufgaben. Etwa die Hälfte der Nachrichten beinhaltet Anfragen nach Ratschlägen oder Informationen, während etwa ein Drittel der Nutzer ChatGPT um Hilfe bei der Erledigung von Aufgaben bittet.
Der Bericht beleuchtet auch, dass sich die Zusammensetzung und der Zweck der ChatGPT-Nachrichten im Laufe der Zeit verändert haben. Während das Schreiben bei beruflichen Nutzern 40 Prozent der Chats ausmacht, ist es bei nicht-beruflichen Nutzern nur noch die dritthäufigste Verwendung. Für letztere ist es zunehmend populär geworden, den Chatbot für praktische Anleitungen und Informationssuche zu nutzen.
Eine bemerkenswerte Veränderung zeigt sich auch in der Geschlechterverteilung der Nutzer. Während früher Männer dominierten, scheint nun eine leichte Mehrheit der Nutzer weiblich zu sein. 52 Prozent der Nutzernamen sind typischerweise weiblich, verglichen mit 37 Prozent im Januar 2024. Diese Veränderung deutet auf ein wachsendes Interesse von Frauen an der Nutzung von ChatGPT hin.
Die Art der Nutzung von ChatGPT unterscheidet sich ebenfalls zwischen den Geschlechtern. Frauen tendieren dazu, den Chatbot häufiger für Schreibaufgaben und praktische Anleitungen zu verwenden. Männer hingegen nutzen ihn verstärkt zur Informationssuche, für technische Hilfe oder für Multimedia-Anwendungen.
Die Veröffentlichung dieser Daten durch OpenAI bietet wertvolle Einblicke in die sich wandelnden Nutzungsgewohnheiten von ChatGPT und unterstreicht die wachsende Bedeutung von KI-gestützten Tools in verschiedenen Lebensbereichen. Die Ergebnisse des Berichts können Unternehmen und Entwickler anregen, ihre Produkte und Dienstleistungen besser auf die Bedürfnisse und Vorlieben unterschiedlicher Nutzergruppen abzustimmen.
Die steigende Zahl von Nutzerinnen könnte darauf hindeuten, dass Frauen zunehmend Vertrauen in die Technologie gewinnen und deren Potenzial für ihre persönlichen und beruflichen Bedürfnisse erkennen. Dies könnte auch eine positive Entwicklung in Richtung einer ausgewogeneren technologischen Beteiligung der Geschlechter darstellen.
Insgesamt zeigt der Bericht, dass ChatGPT nicht nur ein Werkzeug für die Arbeitswelt ist, sondern auch im Alltag vieler Menschen eine wichtige Rolle spielt. Diese Erkenntnisse könnten den Weg für zukünftige Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz ebnen und dazu beitragen, dass solche Technologien noch stärker in den Alltag integriert werden.